Häufige Fragen

1. Warum muss ich größere Fruchtstückchen vor dem Kochen
  mit dem Gelierzucker durchziehen lassen?

Das Durchziehen mit dem Zucker entzieht den Früchten Wasser (in Form von Fruchtsaft). Würde man die Fruchtstücke direkt zu Konfitüre/Fruchtaufstrich verkochen, würde diese/dieser sich nach einiger Zeit durch den freiwerdenden Fruchtsaft wieder verflüssigen. Vor allem Kirschen sollten immer gut zerkleinert werden, da sie mit ihrer festen Fruchtschale viel Fruchtsaft „speichern".

2. Warum soll ich keine großen Mengen Konfitüre / Gelee
   auf einmal kochen?

Die Zutaten im Gelierzucker sind genau abgestimmt auf die angegebene einfache Menge Obst bzw. Saft und Zucker. Wird eine größere Menge auf einmal gekocht, ist die Gelierung evtl. nicht ausreichend, weil zu wenig Wasser verdampft, oder weil das Pektin wegen der längeren Kochzeit seine Wirkung verliert.

3. Warum verlieren Fruchtaufstriche mit Gelierzucker 2:1 und
   3:1 nach längerer Lagerung ihre Farbe?

Aufgrund des geringen Zuckeranteils können nach einiger Zeit Farbe und Aroma abnehmen. Manche Früchte, wie z.B. Erdbeeren, sind dafür besonders anfällig. Wir empfehlen daher, nur kleine Mengen zu verarbeiten und frisch zu verbrauchen. Tipp: Lagern Sie die Gläser im Kühlschrank oder frieren Sie das Obst ein, so können Sie bei Bedarf immer frische Fruchtaufstriche kochen.

4. Wie lange sind selbst gemachte Konfitüren, Gelees und
   Fruchtaufstriche haltbar?

Wenn sie mit Gelierzucker 1:1, 2:1 oder 3:1 zubereitet wurden, sind sie ca. 1,5 Jahre haltbar. Bei Fruchtaufstrichen mit Gelierzucker 2:1 und 3:1 kann aufgrund des geringeren Zuckergehalts mit der Zeit die Farbe verblassen. Das hat aber keinen Einfluss auf die Haltbarkeit.

5. Was ist der Unterschied zwischen Konfitüre, Marmelade
   und Fruchtaufstrich?

Laut Konfitüren-Verordnung bezeichnet man Erzeugnisse mit Gelierzucker 1:1 als "Konfitüre", "Gelee" oder "Marmelade", da sie einen Zuckergehalt von mindestens 60% aufweisen. Marmeladen dürfen nur aus Zitrusfrüchten hergestellt werden. Eine „Erdbeermarmelade“ gibt es daher genau genommen nicht. Erzeugnisse mit Gelierzucker 2:1 und 3:1 haben demgegenüber einen höheren Fruchtanteil und einen niedrigeren Zuckergehalt. Sie werden „Fruchtaufstriche" genannt.

6. Warum soll beim Gelierzucker 2:1 und 3:1 keine Einmachhaut
   zum Verschließen der Gläser verwendet werden?

Einmachhaut besteht aus Cellophan und ist luftdurchlässig, so dass Feuchtigkeit verdunstet und Fruchtaufstriche aus Gelierzucker 2:1 und 3:1 an der Oberfläche austrocknen oder zu fest werden. Die Gläser deshalb nur mit Twist-off®-Deckeln (Schraubverschluss) verschließen.

7. Wie gewinne ich aus Früchten Saft für Gelee?

Der Saft kann auf verschiedene Weise gewonnen werden. Genaue Angaben dazu finden Sie hier.

8. Konfitüre / Marmelade / Fruchtaufstrich/ Gelee ist
   nicht fest geworden ... warum?

Das kann verschiedene Gründe haben. Wichtig ist, dass die Frucht- und Zuckermengen eingehalten werden, die Früchte zerkleinert werden und die Kochzeit beachtet wird.
Zu den Mengen: am besten ist, wenn immer nur die einfache Menge Früchte und Zucker gekocht wird. Wird zu viel auf einmal gekocht, kann es sein, dass die Gelierung nicht ausreichend ist. Das Obst sollte außerdem erst geputzt und dann gewogen werden. Saftmengen sollten genau abgemessen werden.
Zur Zerkleinerung: am besten püriert man die Früchte mit Pürierstab oder Stampfer. Für Konfitüre/Fruchtaufstrich mit Fruchtstückchen das Obst in kleine Stückchen schneiden, Beerenfrüchte (Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren und Brombeeren) leicht zerdrücken, und mit dem Gelierzucker vermischt 3 bis 4 Stunden durchziehen lassen; dann erst kochen.
Zu den Kochzeiten: Die Kochzeiten sind bei den Gelierzuckersorten unterschiedlich. Wichtig ist, dass die angegebene Kochzeit beachtet wird. Sie wird erst ab dem Punkt gemessen, an dem das Kochgut sprudelnd kocht. Bei starker Hitze unter Rühren angegebene Kochzeit einhalten.
Gelierzucker 1:1 = Konfitüre 4 Minuten; Gelee 4 Minuten, bei Saft aus pektinreichen Früchten (z.B. Johannisbeeren, Stachelbeeren, Äpfeln und Quitten) nur 1 Minute
Gelierzucker 2:1 = Fruchtaufstrich 3 Minuten; Gelee 1 Minute
Gelierzucker 3:1 = Fruchtaufstrich 3 Minuten; Gelee 4 Minuten

9. Warum wird mein Weingelee/Sektgelee nicht fest?

Das hängt von der verwendeten Wein- bzw. Sektsorte ab. Der recht hohe Alkoholgehalt und bestimmte Säuren im Wein können die gelierende Wirkung des Pektins beeinträchtigen. Daher sollte der Wein/Sekt einen möglichst geringen Alkoholgehalt aufweisen oder besser noch eine Wein-Sekt-Saft-Mischung verwendet werden.